Die “Produktionsschule Steilshoop” hat die Regionalauszeichnung des DEICHMANN-Förderpreises gegen Jugendarbeitslosigkeit in Hamburg gewonnen. Die „Produktionsschule Steilshoop“ hilft benachteiligten Jugendlichen dabei, den Einstieg in das Berufsleben zu schaffen. Trotz der guten Konjunktur haben es junge Menschen ohne Schulabschluss, mit sozialen Defiziten und Lernschwächen immer noch sehr schwer, sich auf dem allgemeinen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt durchzusetzen. Für das vorbildliche Engagement auf diesem Sektor wurde die „Produktionsschule Steilshoop“ deshalb heute durch Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe und den Schuheinzelhändler DEICHMANN ausgezeichnet. Der Förderpreis ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert. Auf Bundesebene engagieren sich Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und Sebastian Krumbiegel, Solokünstler und Leadsänger der Band “Die Prinzen”, als Schirmherren.
Hamburg, 17. August 2011. Der DEICHMANN-Förderpreis gegen Jugendarbeitslosigkeit wurde 2005 ins Leben gerufen und wird nun bereits zum siebten Mal verliehen. Das oberste Ziel war von Anfang an, Initiativen zu finden und auszuzeichnen, die mit viel persönlichem Engagement benachteiligten Jugendlichen den Einstieg in das Berufsleben ermöglichen. Die öffentliche Auszeichnung soll anderen Mut machen, sich ebenfalls in diesem Bereich zu engagieren. Dass Jugendliche mit Benachteiligungen trotz der guten wirtschaftlichen Situation keine Lehr- und Arbeitsstellen finden, bestätigt DEICHMANN darin, an seinem Engagement festzuhalten. Deshalb unterstützt Europas größter Schuheinzelhändler in diesem Jahr erneut Initiativen, Vereine, öffentliche Initiativen und seit 2008 auch Schulen, die der Perspektivlosigkeit von benachteiligten Jugendlichen in modellhaften Projekten entgegenwirken.
Praxisnahe Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt
Jugendliche, die keinen geradlinigen Lebenslauf vorweisen können, haben es aufgrund ihrer Defizite oft schwer, auf dem regulären Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Ein ganzheitliches Integrationskonzept bietet die “Produktionsschule Steilshoop”. Hier haben die Jugendlichen keinen klassischen Unterricht, sondern lernen anhand von praktischer Arbeit. Derzeit bauen sie unter fachkundiger Anleitung an einer Werkshalle, in der in Zukunft Skaterrampen in Eigenregie produziert werden sollen. Die Jugendlichen arbeiten bereits am Auf- und Abbau solcher Sportgeräte an verschiedenen Standorten mit. Ziel ist es, ab Herbst 2011 eigene Rampen zu produzieren, bundesweit zu vertreiben und aufzubauen. Parallel dazu lernen sie bereits das Know-how im Umgang mit den Werkstoffen Holz und Metall in den Werkstätten des Trägers Alraune gGmbH, in welchen auch Aufträge für externe Kunden ausgeführt werden.
“Schulmüde Jugendliche ohne Abschluss haben kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt”, berichtet Volker Leonhardt, Leiter der Produktionsschule Steilshoop. “Hier bekommen sie die Chance, durch praktisches Lernen in der Produktion und Dienstleistung Erfahrungen zu sammeln. Den Jugendlichen wird eine berufspraktische Struktur geboten, die vollkommen frei von Assoziationen zu den üblichen Schulstrukturen ist und ihnen trotzdem Kenntnisse vermittelt, die sie für den Berufseinstieg benötigen”, so Leonhardt weiter. Die berufsvorbereitende Arbeit in der Einrichtung wird außerdem durch kulturelle und musische Angebote
sowie Sport ergänzt.
Landessieger hat Chance auf 20.000 Euro Fördergeld
Das Konzept der “Produktionsschule Steilshoop” hat die Initiatoren des DEICHMANN-Förderpreises gegen Jugendarbeitslosigkeit überzeugt. Die Initiative ist heute von DEICHMANN und Bildungssenator Ties Rabe als Landessieger in Hamburg gewürdigt worden und qualifiziert sich somit für die Finalrunde des Förderpreises. “Jeder Jugendliche, der durch Initiativen wie die ‘Produktionsschule Steilshoop’ die Möglichkeit bekommt, seinen Schulabschluss zu machen und in den Beruf zu finden, ist ein Gewinn”, sagte Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe. “Das gemeinsame Ziel muss sein, dass jeder junge Mensch die Chance auf einen Ausbildungsplatz bekommt”, so Rabe weiter.
Mit der regionalen Auszeichnung ist ein Fördergeld in Höhe von 1.000 Euro verbunden. Auf Bundesebene können es für die „Produktionsschule Steilshoop“ im November noch bis zu 20.000 Euro werden. Weitere Informationen zum Preis gibt es unter www.deichmann-foerderpreis.de.


